Ich bin käuflich

Wer meine bescheidenen Dienste als (Werbe)texter in Anspruch nehmen möchte schaut sich bitte HIER um.

06.02.2010

Cover gesucht

Zusammenfassung: Wer Lust hat das Cover für Band IV, V oder I der Memphisto-Pentalogie zu gestalten soll sich bei mir melden.

Geschwafel: Vor dem Buch ist nach dem Buch ist vor dem Buch. Oder so.

Nur noch ein paar Tage und "Times of Honor" steht in den Läden und seltsamerweise freue ich mich mehr darauf als auf mein Debut "Alice on Speed".
Warum? Ich denke, weil ich Alice on Speed einfach so geschrieben habe, ohne zu wissen, dass es verlegt werden wird. Klar, ich habe es für den Markt ein wenig aufgepeppt, aber es kam wie es kam und damit war es gut.

Times of Honor war zwar bereits weit fortgeschritten, als ich endlich meinen Verlag fand, aber ich hatte ein Jahr lang Zeit daran zu feilen, es zu verbessern und mir zu überlegen, wie es wohl ankommen wird.
Nicht dass ich mir viel daraus machen würde, was die Kritiker sagen (so lange sie mich loben ^__^), aber es ist doch spannend zu erfahren, wie sie das Buch im Vergleich zum ersten Band bewerten werden. Meine Testleser fanden es besser und um ehrlich zu sein: Ich auch.

Denn ich bin keiner von denen die "schreiben, was sie gern lesen". Bewundernswert wenn das einer hinbekommt, aber ich lese gerne intelligente Literatur, die im Stande ist in gleicher Weise mit der Sprache wie mit ihrem Sujet zu spielen.
Ich denke nicht, dass ich das hinbekomme *g*

Ich schreibe gute Bücher und sie würden mir auch gefallen, wenn sie nicht von mir selbst stammen würden, aber vom "Schreiben was ich gerne lese" ist das meilenweit entfernt.

Aber um zum eigentlichen Grund dieses Textes zurückzukommen: Kauft meine Bücher! Memphisto ist ein strenger Herr und seine Zinsen sind gewaltig ^__^

Spaß bei Seite. Ich hatte das Glück mit zwei ungewöhnlichen Graftik-Designern zusammenzuarbeiten, die die Coverentwürfe für AoS und ToH gestaltet haben. Eine grundlegende Gestaltungsidee war von mir und an der führt auch kein Weg vorbei, aber ansonsten hab ich ihnen freie Hand gelassen und nur durch halbherziges Nörgeln ausgetestet, wie überzeugt sie von ihrem eigenen Werk waren.


Und nun suche ich nach jemandem, der mit mir oder für mich das Cover des IV. Bandes der Memphisto-Pentalogie machen möchte. Der Titel lautet "Amok Symphony" und das was in AoS und ToH begonnen hat, wird in diesem Buch die zweite Stufe zünden.

Also: Ihr seid doch so kreativ. Aber seid ihr auch mutig genug um Memphisto ins Antlitz zu blicken und zu sagen: "Du kannst meine Seele streicheln, aber haben kannst Du sie nicht!"?

04.02.2010

15. Februar 2010

13.01.2010

Fakten und was sie aus einem machen

So, mein erstes Kalenderjahr als veröffentlichter Schriftsteller ist rum. Zeit Bilanz zu ziehen und auszuplaudern, was ich dabei gelernt habe. In ungefähr chronologischer Reihenfolge.

1. Literaturagent: Man hat entweder Glück, oder auch nicht.

2. Verlag: Es dauert ewig bis man einen findet, aber wenn man einen findet sollte man dem untrüglichen Schriftsteller-Instinkt vertrauen.

3. Cover-Designer: Es dauert immer viel länger als man das eigentlich gerne hätte. Es sei denn natürlich, man nimmt dafür Geld in die Hand.

4. Buchmesse: Es gibt viel größere Fische in diesem Teich, aber lasst euch nicht davon abhalten ausgiebig zu plantschen.

5. Lesungen: Bringen nicht viele Verkäufe, aber einiges an Erfahrung: 1. Den richtigen Text für eine Lesung zu schreiben / finden ist gar nicht so einfach. 2. Jedes Publikum ist anders. 3. Alle stellen die gleichen Fragen ^__^. 4. Manche sind sich viel zu etepetete um jemanden lesen zu lassen, den sie nicht kennen.

6. Rezensionen: Bringen die ein oder andere Enttäuschung, aber auch die ein oder andere positive Überraschung.

7. Einfach alles hinschmeißen: Ist toll. Ich habe letztes Jahr im Herbst meinen Job aufgegeben, um schreiben zu können. An meiner Doktorarbeit und an meinen Büchern. Und ich liebe es. Es wird mich zwar erstmal in den finanziellen Ruin treiben, aber dafür lebe ich länger. Objektiv, weil ich keine Magengeschwüre bekomme und subjektiv, weil meine Tage erfüllter sind. Also packt bei der nächsten Finanzkrise all euer erspartes, legt all euer Geld in Aktien an und kündigt, wenn die Kurse wieder steigen. So simpel kann es manchmal sein...
Ach ja: Ein paar Nebenjobs zur Absicherung sind aber sehr anzuraten.

8. Ruhm und Reichtum: Ich war wirklich gespannt auf die Verkaufszahlen aus dem regulären Handel. Meine eigenen kannte ich ja schon und kann damit zufrieden sein. Ein paar Bücher habe ich als Leseexemplare oder zum Dank für Cover & Co. weggegeben, aber den Großteil habe ich verkauft, nachdem ich sie zum Autorenpreis bekommen habe. Leben könnte ich davon nicht, aber es ist genug, um es in weitere Werbung zu reinvestieren. Demnächst gehe ich in ein Tonstudio und werde für euch meine faulen Leser eine Hörprobe aus Times of Honor aufnehmen, die ihr dann auf euren funkelnden neuen mp3-Playern anhören könnt. Keine Angst, als 'normale' Leseprobe gibt's das schon auch noch.
Wenn euch die genauen Zahlen interessieren, schreibt mir, dann verrat' ich sie euch, hier in aller Öffentlichkeit will ich sie nicht ausplaudern.

Und immer und gar nicht hoch genug zu bewerten: Freunde. Klar, man kann das auch ohne Hilfe und Anteilname durchziehen, aber so macht das doch keinen Spaß. Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber schließlich und endlich mache ich das Ganze irgendwie auch um zu kommunizieren. Um im wortwörtlichen Sinn im Leben von anderen Menschen eine Rolle zu spielen. Sei es als Autor, den man ließt, als jemand der Hilfe von Testlesern braucht oder was auch immer. Deshalb danke an die die wissen, dass sie sich jetzt angesprochen fühlen dürfen.

Aber um noch mal auf's Geld zu kommen: Das Ergebnis in Euro und Cent hat eine unerwartete Erkenntnis bei mir ausgelöst: Ich bin Hobby-Schriftsteller. Das klingt abwertend, ist es wahrscheinlich auch, aber es ist die Wahrheit. So lange man ohne Verlag vor sich hinschreibt hat die eigene Imagination Gelegenheit alle möglichen Titel dafür was man tut zu erfinden. Meist sind die aber viel zu hoch angesiedelt. So eine Zahl holt einen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Und sie zeigt, dass es in den seltensten Fällen möglich sein wird von A nach Z zu gelangen, ohne sich erst einmal nach B vorzuarbeiten.
Ich bin jetzt bei B und bewege mich zielstrebig auf C zu. Die zweite Auflage von Alice on Speed wird gerade vorbereitet (mit größerer Schrift, ein paar Rechtschreibfehlern weniger, aber genausoviel Spaß, also geht ab Mitte Februar in die Läden und kauft sie zusammen mit dem nächsten Band), das Cover für Times of Honor designt und am vierten Teil der Memphisto-Pentalogie geschrieben.

Wer kann schon behaupten so viel Spaß mit seinem Hobby zu haben und dabei auch noch ein wenig dazuzuverdienen?

11.01.2010

Weiter geht's

Während ich an Band 4 (und manchmal auch Band 1, wenn ich einen Geistesblitz habe) schreibe und Band 2 für die 2. Auflage fit mache, bereite ich mich schonmal darauf vor, dass ich am 21.03. um 14.00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse (Lese-Treffe, H2, Stand C203) aus Times of Honor, dem 3. Band der Memphisto-Pentalogie lesen werde.

Man wird ein bissi schizophren dabei, aber das fühlt sich gar nicht so schlecht an.




Finde ich auch.

Und ich auch.

30.11.2009

Was ein Schriftsteller mal getan haben muss: Schreiben

Ha ha, ja ich weiß, dass ihr das schon wusstet, aber eigentlich meine ich was ganz anderes: Was ist Schreiben? Ein Babylonier oder Sumerer hätte euch was von Ton und verschiedenen Griffeln erzählt, Ägypter vielleicht was von Papyrus und später wurde es dann vollends unübersichtlich. Papier? Schreibmaschine? Diktat? Open Office oder doch lieber ein einfacher Editor ohne Schnickschnack?

Ich will erst gar nicht damit anfangen, dass jeder eigene Zeiten und einen eigenen Rhythmus hat, um möglichst effektiv (was auch immer das nun wieder heißen mag) zu schreiben, aber ein Schriftsteller sollte seine Werkzeuge kennen, auch wenn er das meiste davon so gut wie gar nicht brauchen wird. Probiert mal aus. Man weiß nie, was passiert.

Eine kleine völlig humorlose Liste von Schreibgeräten und wann sie mir am besten in den Kram passen:



Bleistift: Ich mag Bleistifte. Sie führen zwar auch bei mir eine Randexistenz neben Füller, Ballpen und was es sonst noch so gibt, aber letztes Jahr habe ich mir den Luxus geleistet und mit einen Uni Bleistifthalter angeschafft. Denn Bleisiftstriche sind vergänglicher als die meisten anderen Arten zu schreiben, aber das macht sie umso interessanter. Notizen verwischen mit der Zeit und wenn man kurz bevor sie völlig verblasst sind immer noch keinen Grund gefunden hat sie in eine permanentere Form zu bringen, dann waren die Gedanken vielleicht doch nicht so gut wie man gedacht hatte.
Und vor allem sind Bleistift und Radiergummi unentbehrlich, wenn ich mich doch mal alle paar Jubeljahre dazu aufraffe ein Gedicht zu schreiben. Mal abgesehen von meinem Junggesellenabschied bekomme ich es eigentlich nie auf den ersten oder zweiten Anlauf hin und wenn ich das ganze Gedicht nochmal abschreiben soll, weil mir der Platz für Korrekturen ausgeht, dann hab ich meist auch keine Lust mehr. Und Gedichte am Bildschirm schreiben kommt für mich nicht in Frage.



Füller und Papier: Die Standard-Variante. Egal ob Notizen, kurze Szenen, Ideen oder was auch immer: Ich schreibe sie meist in ein Notizbuch, wo sie reifen können. Wenn mich der Rappel packt entstehen so auf langen Bahnfarten auch ganze Kapitel. Einerseits ist es nervig wenn ich meine eigene Schrift erst wieder mühsam entziffern muss, um sie abzutippen, aber andererseits muss ich das meiste was ich schreibe eh nochmal überarbeiten, also ist das nicht wirklich zusätzlicher Aufwand.
Und für Briefe gibt es eigentlich nichts anderes als Papier und Füller.



Federhalter und Papier: Ja, ich gebe zu, diese Phase hatte ich auch mal. Ich hab sogar ein oder zwei Schuljahre damit verbracht meine Feder in die Tinte zu tauchen, aber mal abgesehen davon, dass es altmodisch und versnobbt ist, bringt es nicht viel. Es hilft in 'poetische' Stimmung zu kommen, aber dafür gibt es auch andere Methoden. Einzig wenn es darum geht, Kalligraphie zu machen kann man auf Federn nicht verzichten.



Papyrus: Hab ich nie probiert. Hat jemand von euch damit Erfahrung?



Computer: Is' eh klar.



Pergament: Uhh, ja, auf toten Tieren schreiben. Es ist schon eine lustige Erfahrung, muss ich sagen, aber wenn man sich seiner Sache nicht ganz sicher ist oder irgendwelche künstlerischen Ambitionen hat, sollte man das besser lassen. Es ist teuer und auch nicht ganz einfach.
Ich glaube deshalb macht das trotz allem ziemlich Spaß.



Diktat: Damit tu ich mich sehr schwer. Selbst wenn ich nur einem Computer oder einem Tonbandgerät diktieren soll. Wahrscheinlich einfach nur deswegen, weil ich mich in all den Jahren schon so daran gewöhnt habe nur so schnell zu denken wie ich schreiben kann. Vielleicht sollte ich doch anfangen mehr zu diktieren ...



Schreibmaschine, elektronisch: Eine Zeit lang hatte ich eine elektronische Schreibmaschine, die es mir ermöglicht hat Text zu speichern und zu verbessern, bevor er gedruckt wurde. Dummerweise stand dazu nur ein einzeiliges Display zur Verfügung, das mich völlig kirre gemacht hat. Ich brauche den Überblick über das was zuvor und danach passiert, oder wenigstens darüber wie der Satz angefangen hat, um einigermaßen was auf die Reihe zu bekommen. Das und das Problem, dass ständig das Farbband alle war, haben mir die Sache ziemlich verleidet. Deshalb waren elektronische Schreibmaschinen nur ein Notbehelf für mich.
Schreibmaschine, mechanisch: Ganz was anderes ist meine mechanische Schreibmaschine. Nicht dass sie viel praktischer wäre, aber seltsamerweise mag ich an ihr genau das, was ich an Computertastaturen nicht ausstehen kann: Sie klappert so schön. Da weiß man wenigstens was man tut und wird an jedem Zeilenende durch ein freundliches "Ping!" belohnt.
Einfach schön ... Praktischen Nutzen hat das allerdings kaum. Ich schreib nur was auf der Schreibmaschine, wenn ich einen Text produzieren will, bei dem ich um jedes einzelne Wort kämpfen musste und der mich erschöpft und mit schmerzenden Fingern zurücklässt. Hemmingway hatte schon recht: Setz dich an die Schreibmaschine und fang an zu bluten ...


Was ich so lese